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Nachhaltigkeit in die Tat umgesetzt: Historischer Apfelgarten mit Permakultur

Nachhaltigkeit in die Tat umgesetzt: Historischer Apfelgarten mit Permakultur

Einer der TOUR-BO-Beiträge der Kommune Sønderborg: „Bildungstourismus zu Kultur und Natur“ ist ein moderner Apfelgarten mit alten lokalen Apfelsorten beim künftigen Center für Weltziele auf Kær Vestermark. Das Permakultur-Element garantiert Nachhaltigkeit durch die Speicherung von Kohlenstoff dank starker Humusbildung und hohe biologische Vielfalt durch viele verschiedene essbare und insektenfreundliche Pflanzen. Der Garten entstand in Zusammenarbeit zwischen der Kommune, dem Apfelverein Als und Permakultur Syd.

An der Realisierung des Gartens waren viele Hände beteiligt:
Die legendäre irische Landschaftsarchitektin Mary Renolds hat ein attraktives organisches Muster entworfen, das in dem Garten viele „Räume“ entstehen lässt und alle Pflanzen zur Betrachtung zugänglich macht.
Auf dem WoodSculpture International Symposium im Jahr 2019 haben internationale Künstler 6 Holzskulpturen geschaffen, die den Garten schmücken und das ganze Jahr über attraktive Blickfänge bieten.
Die Permakultur-Designerin Birgit Rothmann hat die Pflanzenauswahl für den Garten vorgeschlagen, bestehend aus vorwiegend essbaren Pflanzen.

Arbeitsverpflichtete Sozialhilfeempfänger der Kommune haben Kompost verteilt, biologisch abbaubares Unkrautvlies und Holzhäcksel so auf dem Boden angeordnet, dass das hübsche Muster entstand, während Freiwillige, u.a. aus den Vereinen, Pflanzen gesetzt haben.

Im alten Hühnerstall wird ein Informationszentrum eingerichtet, wo man u.a. mehr über die Pflanzen und die dem Garten zugrunde liegenden Prinzipien erfahren kann.

Permakultur-Gärten bestehen aus vielen Ebenen. Die 30 historischen Apfelsorten, von denen die meisten der Beschreibung nach aus Als, Sundeved, Angel und Südschleswig stammen, machen einen großen Teil der Bäume im Garten aus, während Obstbüsche, blühende Büsche und kohlenstoffspeichernde Pflanzen die mittlere Ebene bilden.
Von März bis Mai werden mehrere Pflanztage organisiert, an denen die mehrjährigen Gemüse und bodendeckenden Pflanzen gepflanzt werden sollen, damit der Garten für Publikum geöffnet werden kann, bevor TOUR-BO ausläuft.

Åse Ditlefsen Ferrão, Sønderborg Kommune

Was bedeutet Nachhaltigkeit für unsere Zukunft und wie kann man Nachhaltigkeits-Themen vermitteln?

Online-Workshops zum Thema Nachhaltigkeit: Was bedeutet Nachhaltigkeit für unsere Zukunft und wie kann man Nachhaltigkeits-Themen vermitteln?

In zwei online-Workshops tauschten sich deutsche und dänische TOUR-BO-Mitarbeiterinnen über das Thema „Nachhaltigkeit“ aus. Konzipiert wurden die Workshops von der Nachhaltigkeitsexpertin und Journalistin Katja Tamchina in Zusammenarbeit mit Milena Liv Jacobsen. Im ersten Workshop stand das Thema „Nachhaltiges Bauen“ im Mittelpunkt: Wie können die Gebäude der Zukunft aussehen, die möglichst wenig Energie und Ressourcen verbrauchen? In einem von Katja Tamchina gedrehten und von TOUR-BO finanzierten Film lernen wir die Architektin Sabine Schlüter und ihr Projekt des „Zero Waste Space“ kennen, das sich aktuell im Wissenschaftspark in Kiel befindet. In der anschließenden Diskussion, in der sich alles um Fragen der Nachhaltigkeit von Baumaterialien, Energieversorgung und Abfallvermeidung drehte, hatten die Teilnehmerinnen Gelegenheit, sich mit ihren Fragen direkt an Sabine Schlüter zu wenden.

Im zweiten Teil stand das Thema „Kommunikation über Nachhaltigkeit“ im Fokus: Wie können Themen wie Umweltschutz, verantwortungsvoller Umgang mit Lebensmitteln oder soziale Gerechtigkeit im touristischen Kontext kommuniziert und vermittelt werden? Welche Faktoren müssen dabei beachtet werden? Die verschiedenen Arten, solche Themen zu vermitteln, wurden von den Teilnehmerinnen anhand verschiedener Websites analysiert: Auf dänischen und deutschen Homepages in der Gastronomie, im Hotelwesen und in der Tourismusbranche wird das Thema unterschiedlich behandelt, durch Bilder und Informationen entstehen ganz verschiedene Narrative. Die Teilnehmerinnen diskutierten im Anschluss die Effekte, die diese Websites auf sie hatten, ebenso wie die unterschiedlichen Herangehensweisen der beiden Länder. Man tauschte sich über gegenseitige Erfahrungen aus und entwickelte gemeinsame Ideen.

Der Film Zero Waste Space kann auf dem Youtube-Kanal der akademie am see gesehen werden (https://youtu.be/x87Sq0QYVgQ) oder über die TOUR-BO-Homepage abgerufen werden.

Weitere und nähere Informationen können bei Milena Jacobsen (m.jacobsen@akademie-am-see-net) oder bei Franziska Groß (f.gross@akademie-am-see-net) nachgefragt werden.

Milena Liv Jacobsen, akademie am see. Koppelsberg

Neue Erlebnisrouten für Kinder und Jugendliche im Bøtøskoven

Neue Erlebnisrouten für Kinder und Jugendliche im Bøtøskoven

Die Kommune Guldborgsund ist dabei, neue digitale „Erlebnisrouten“ zu entwickeln mit kurzen Geschichten und Lernaktivitäten für Kinder und Jugendliche, die den Bøtøskov besuchen – nahe des großen Touristen- und Ferienhausgebietes Marielyst auf Südfalster.

In der Arbeitsgruppe 5.3 setzt die Kommune in Zusammenarbeit mit einem externen Berater derzeit einige der Empfehlungen um, die aus der Nutzeranalyse „Nach den Vorgaben der Natur“ hervorgegangen waren, welche 2020 im Rahmen des Tour-Bo-Projekts erstellt worden war.

Im Februar 2022 haben Johnny Madsen (siehe Bild), Naturführer der Kommune Guldbordsund, und seine Kollegin Anita Pedersen 40 GPS-Orte (POIs) rund um den Bøtøskov markiert.

Diese POIs (Points of Interest) sollen in der App Naturlandet Lolland-Falster eingesetzt werden, um gute und lustige Geschichten über die kleineren Tiere, Flora und Fauna im Wald zu erzählen. Zum Beispiel über Arten wie Eiche und Buche und seltenere Insekten wie etwa die Ameisenlöwe (siehe Bild).

Johnny Madsen hofft, das Konzept mit einer geführten Tour im April oder Mai 2022 testen zu können, möglichst in Verbindung mit einem offiziellen Outdoor-Event mit etwas Essen und Snacks am Eingang des Bøtøskov.
Der nächste Schritt in der Entwicklung der digitalen Erlebnisrouten in Naturlandet Lolland-Falster wird die Erstellung von Texten und POIs für relevante und spannende Kulturstätten im Naturgebiet sein. Auch daran wird 2022 gearbeitet.

Martin Damgaard Larsen, Guldborgsund Kommune

Website: https://www.naturlandet.dk

Studienreise nach Lolland-Falster mit Schwerpunkt auf Vermittlung

Studienreise nach Lolland-Falster mit Schwerpunkt auf Vermittlung

Zuerst nahm die Biologin Anita Pedersen von der Guldborgsund Kommune die Gruppe mit auf eine Fahrt durch den Bøtøskov. Hier wurde über das Naturerhaltungsprojekt in dem Wald berichtet, der 2017 von der nationalen Naturschutzstiftung in Dänemark, Den Danske Naturfond, erworben wurde. Der Wald wird im Alltag von der Guldborgsund Kommune verwaltet, die auch für die Planung der Beobachtung der Entwicklung von z.B. Arten im Wald verantwortlich ist.
Die Kommune ist auch für die Vermittlung und den Bau von Anlagen im Wald zuständig. Im Zusammenhang mit der Vermittlung ist das Gebiet Gegenstand von Arbeitsgruppe 5.3.

Erst kürzlich wurden Schilder am Eingang zum Wald aufgestellt, bei denen TOUR-BO u.a. die Übersetzungen ins Deutsche und Englische finanziert hat.

Darüber hinaus wird im Moment ein Vermittlungskonzept für Familien mit Kindern im Alter von 10-15 Jahren entwickelt. Hierfür wurden 100 kleine Geschichten zu verschiedenen Naturthemen erstellt, die die Familien durch den Wald führen sollen. Das Konzept soll in die App „Naturlandet Lolland-Falster“ integriert werden.

Nach dem Besuch im Bøtøskoven fuhr die Gruppe nach Kramnitze, um das Deichmonument Kramnitze zu besichtigen, das die Höhe der vorhandenen lolländischen Deiche und die Höhe des Wasserstands bei der Sturmflut 1872 anzeigt. Das Deichmonument fungiert gleichzeitig als Denkmal für die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung. Hier wurde u.a. die Übersetzung des Textes auf dem Schild bei dem Denkmal aus TOUR-BO-Mitteln finanziert. Es wird außerdem daran gearbeitet, ein Tablet am Denkmal aufzustellen, auf dem dann ein Film gezeigt werden soll, den ein lokaler Fernsehsender über die Ereignisse der Sturmflut 1872 produziert hat.

Kit Stoltzenbach Palmkvist

Ein ko-kreatives Projekt für die Welterbe-Region Haithabu und Danewerk in Zusammenarbeit mit dem Netzwerkpartner Fachhochschule Westküste in Heide

Ein ko-kreatives Projekt für die Welterbe-Region Haithabu und Danewerk in Zusammenarbeit mit dem Netzwerkpartner Fachhochschule Westküste in Heide

Der Kreis Schleswig-Flensburg ist im Rahmen des Projekts TOUR-BO – Tourism Cross Border Auftraggeber eins Fallstudienseminars mit Studierenden der Fachhochschule Westküste in Heide. Fünfzehn Studierende aus dem 5. Semester des Studiengangs „Internationales Tourismusmanagement“ werden ein Erhebungskonzept sowie die entsprechenden Daten zu den Themen

1) Identifikation der Einwohner mit der Welterbe-Region Haithabu und Danewerk und
2) Zufriedenheit der Besucher der Welterbestätten Haithabu und Danewerk mit Ihrem Erlebnis und Aufenthalt
erarbeiten. Beide Themen spiegeln die zwei Ergebnisindikatoren der „Entwicklungsstrategie 2030 – Welterberegion Haithabu und Danewerk“ wider. Sie sind als Leitprojekt in der Strategie definiert.

Am 06. Oktober 2021 fand die Auftaktveranstaltung mit den Studierenden der FH Westküste, zwei Dozenten und den Welterbe-Akteuren statt. Nach einer Einführung über das UNESCO Welterbe Haithabu und Danewerk durch Matthias Maluck, Welterbebüro (ALSH) und über den Verein Haithabu und Danewerk e.V. durch die Geschäftsführerin, Astrid Hummel, führte der neue Museumleiter des Wikinger Museums Haithabu, Matthias Toplak, die Studierenden durch das Museum und die Wikinger-Häuser. Im Anschluss wurde das Danevirke Museum und der Archäologische Park mit Maja Viereck, Danevirke Museum, besichtigt.

In den nächsten Wochen erarbeiten die Studierenden eine Darstellung zur methodischen Herangehensweise und führen die Datenerhebung und Auswertung durch. Anschließend erfolgt eine Diskussion zur Qualität der Daten und Empfehlungen für die Erhebungswiederholung.

Der ko-kreative Ansatz des Projektes basiert auf der Grundlage des TOUR-BO Leitfadens „Nachhaltiger Tourismus: Wir entwickeln die Zukunft gemeinsam“. Die darin erarbeiteten Ergebnisse über die Einbeziehung der örtlichen Bevölkerung und der Touristen werden auf die Welterbe-Region Haithabu und Danewerk übertragen, um eine nachhaltige und langfristige Entwicklung der Region zu ermöglichen.

Christina Breuer, Kreis Schleswig-Flensburg

Bildung, Tourismus und Nachhaltigkeit – wie passt das zusammen?

Bildung, Tourismus und Nachhaltigkeit – wie passt das zusammen?

Um Tourismus nachhaltiger zu gestalten, ist es nötig, Touristen für die ökologische, ökonomische und soziale Situation ihres Reiseziels und ihren eigenen Einfluss auf diese Region zu sensibilisieren. Häufig müssen sie erst lernen, bestimmte Fragen zu stellen: „Woher kommt mein Essen und wie wird es hergestellt?“ „Was macht mein Reiseziel zu etwas Besonderem und was kann ich zu seinem Schutz beitragen?“ „Wie beeinflusse ich die ökonomische und soziale Situation der einheimischen Bevölkerung?“

Ein Urlaub sollte dazu beitragen, diese Fragen sichtbar zu machen, nach Möglichkeit jedoch, ohne belehren oder verbieten zu wollen. Die vielfältigen Möglichkeiten touristischer Bildungsangebote leisten dazu einen wichtigen Beitrag. Die Broschüre stellt verschiedene Themenfelder und Methoden vor, die sich für solche Bildungsangebote eignen.
Im Optimalfall werden bei bildungstouristischen Angeboten Themen, die eine lokale Anknüpfung haben, durch Methoden des erlebnisbasierten Lernens vermittelt. Als Lernfelder für den Tourismus im deutsch-dänischen Grenzgebiet eignen sich Umwelt und Natur ebenso wie kulturelle, ökonomische oder soziale Themen.

Bei der Vermittlung sollten neben der kognitiven Ebene auch die anderen Sinne angesprochen werden. Wichtig ist, dass die Lernenden Gelegenheit haben, selbst aktiv zu werden, kreative Anregungen zu erhalten und sich selbst Erinnerungen zu schaffen, die weit über den Urlaub hinaus Bestand haben. Das Fertigen eines eigenen Souvenirs beispielsweise stimuliert die Kreativität und die Auseinandersetzung mit einem Themenfeld, bedient aber gleichzeitig das touristische Bedürfnis nach einem Andenken, an das Erinnerungen geknüpft sind. Ebenso wichtig ist es, touristische Bildungsangebote auch als interkulturelle Begegnungsräume zu begreifen: Touristen und die einheimische Bevölkerung treten in Austausch miteinander und lernen voneinander.

Zur Veranschaulichung der Theorie werden in der Broschüre außerdem Best-Practice-Beispiele aus dem deutsch-dänischen Grenzraum und Vorschläge zur Konzeption bildungstouristischer Angebote vorgestellt. Bildung, Urlaub und die Nachhaltigkeitsziele formen sich auf diese Weise zu einem Reiseerlebnis der besonderen Art.

Die Broschüre „Bildungstourismus als Impuls für nachhaltige Tourismusentwicklung“ ist im November erschienen und steht sowohl auf der TOUR-BO-Homepage zum Download zur Verfügung, als auch als gedruckte zweisprachige Version. Nähere Informationen erhalten Sie von Franziska Groß (f.gross@akademie-am-see.net).

Franziska Groß, Akademie am See

Webseite: www.akademie-am-see.net

Stärken und Potentiale der Natur- und Kulturstätten

Stärken und Potentiale der Natur- und Kulturstätten

Um erfolgreiche Natur- und Kulturerlebnisse für die Gäste zu schaffen, ist es von großer Bedeutung, die eigenen Potentiale und Stärken der Natur- und Kulturstätte zu identifizieren. Angebote zur Natur- und Kulturvermittlung zielen darauf ab, Einblicke in die geschützte Natur und den historischen Hintergrund der Kulturstätten zu erleben und zu verstehen. Die Sensibilisierung für Maßnahmen zum Erhalt der Natur- und Kulturstätten sowie die Umweltbildung der Gäste stehen dabei im Vordergrund.

Doch wie können diese Potentiale ermittelt werden und wie können im zweiten Schritt nachhaltige Angebote zur Vermittlung entwickelt werden? Die AG 5.3. hat sich mit diesen Fragen beschäftigt und im Sommer 2021 Experteninterviews mit Ansprechpartnern von Natur- und Kulturstätten in der Projektregion durchgeführt. Die Themenschwerpunkte waren natur- und kulturverträgliche Angebote, Natur- und Kulturvermittlung, Bildungsangebote, Marketing und Kooperationen. Die Ergebnisse werden in einer Broschüre mit Best Practice Beispiele von Natur- und Kulturstätten aus der Projektregion dargestellt. Mit dabei sind unter anderem Naturpark Schlei, Steinzeitpark Dithmarschen, Geltinger Birk sowie UNESCO Biosphäre Møn und Naturpark Maribo-Seen. Die Broschüre wird noch Ende dieses Jahres veröffentlicht. Dabei werden auch Gemeinsamkeiten und grenzüberschreitende Verknüpfungslinien abgeleitet, die im weiteren Projektverlauf als Basis für Kooperationen und eine gemeinsame Vermarktung in der Projektregion dienen sollen. Die Broschüre richtet sich an Tourismusorganisationen, touristische Unternehmen sowie Natur- und Kulturstätten.

Christina Breuer, Kreis Schleswig Flensburg

Webseite: www.schleswig-flensburg.de

Es war einmal ein Storytelling Webinar… Die Geschichten hinter guten Geschichten

Es war einmal ein Storytelling Webinar… Die Geschichten hinter guten Geschichten

Was ist eigentlich die Geschichte hinter guten Geschichten? Gute Geschichten? Von denen haben wir bei TOUR-BO jede Menge. Doch wie gelingt es uns, sie zu erzählen? Dafür sind wir am 22.06.2021 digital zusammengekommen. Unser gemeinsames Workshop-Ziel? Der Aufbau eines Storytelling Werkzeugkastens.

Wie jede gute Geschichte hat auch die Geschichte von nachhaltigem Storytelling eine Heldin: den erzählenswerten Inhalt. Ob eine besondere Unterkunft, ein komplexes Ökosystem, eine Region mit besonderer Historie, ein Rezept, Handwerkskunst oder alte Traditionen. Helden und Heldinnen der Nachhaltigkeit, der Innovation und des Bewahrens, der Solidarität, des Überlieferns, des Anpackens, Mitmachens.

Unsere Heldin befindet sich jedoch in einer verzwickten Situation. Sie will der Welt von sich erzählen. Sie möchte auf sich aufmerksam machen, will mit anderen ins Gespräch kommen. Doch wie stellt sie das am besten an? Und wie widersteht sie der Verlockung unseres Bösewichts, der auf den Namen Greenwashing hört? Unsere Heldin ist verzweifelt. Immer wieder flüstert ihr Greenwashing ins Ohr und versucht, sie mit oberflächlichen Bildern, Botschaften, Wörtern und Slogans zu verführen. Doch plötzlich, unsere Heldin war kurz davor einzuknicken, flatterte der TOUR-BO Newsletter in ihr Postfach. Wenige Klicks später saß sie im nachhaltigen Storytelling Workshop, den TOUR-BO gemeinsam mit TUTAKA Island organisiert hatte. In wenigen Stunden erfuhr sie, welche Werkzeuge ihr bei der Vermittlung ihrer Inhalte weiterhelfen. Da ist zum Beispiel die Übung Clichéing, bei der Klischees zu einem bestimmten Thema zunächst zusammengetragen und dann in Forschungsfragen verändert werden. Ein Beispiel? Im Norden kann man nur langweilige Sachen machen. So wie Angeln oder Vögel beobachten. Die Forschungsfrage: Was wäre, wenn Pippi Langstrumpf die Aktivitäten in der TOUR-BO Region bestimmen dürfte? Kopf und Herz unserer Heldin glühen. So viele gute Kommunikationsansätze kommen ihr in den Sinn. Nachhaltigkeit, das sei kein Schwarz und Weiß und auch kein Grün. Das sei ein positiver Beitrag zu einem Blumenstrauß an Zielen. Dabei geht es nicht um Öko und Verzichten, sondern um Mehrwerte wie Wohlbefinden, Gemeinschaft und berührende Erlebnisse. Unsere Heldin macht sich an die Arbeit und wird ihre Geschichten zu Nature Experience und Culinary Delights in den nächsten TOUR-BO Newslettern präsentieren.

Franziska Altenrath, Maren Fokuhl, Charlotte Opatz

Website: https://tutaka.com

Drei Monate TOUR-BO miterleben: Ein Rückblick

Drei Monate TOUR-BO miterleben: Ein Rückblick

Auf die Frage, was INTERREG ausmacht, liegen Assoziationen wie enger Austausch, persönliche Begegnung und intensive Netzwerkarbeit nahe. Allerdings verschärft sich im Laufe meiner Praktikumszeit die Covid-19-Pandemie erneut, wodurch sich Social Distancing, Lockdown und touristischer Stillstand in den Vordergrund zu drängen drohen. Doch TOUR-BO trotzt Corona: Mithilfe zahlreicher Zoom-Meetings, verschiedener Webinare und virtuellen Veranstaltungsformaten erhalte ich einen Einblick in die vielfältigen Themenbereiche der verschiedenen Arbeitspakete, die das TOUR-BO-Projekt ausmachen. Vor diesem Hintergrund eröffnet sich mir die Chance, nicht nur TOUR-BO an sich kennenzulernen, sondern auch, wie man ein Projekt durch schwierige Zeiten und unvorhersehbare Situationen manövriert. Konkret bedeutet dies, alternative Lösungen zu entwickeln, flexibel zu bleiben und mit Unsicherheiten zu planen, ohne den Optimismus aus den Augen zu verlieren. Mir persönlich helfen dabei die Gespräche über die Grenze hinweg, die zwar auf Distanz, aber keineswegs distanziert sind: Von Beginn an darf ich Teil jeglicher Projektabläufe sein und einzelne Projektbausteine mitgestalten. Auch wenn die drei Monate Praktikum wie im Fluge vergangen sind und ich mich nun von TOUR-BO verabschieden muss, bleibt der Projektverlauf in meinem Blickfeld. Gespannt sehe ich der finalen Umsetzung von bereits initiierten Konzepten entgegen, die es in Zukunft zu erleben gibt – und das hoffentlich vor Ort, in Farbe und zum Anfassen.

Camilla Sina Carstens, WFA Kreis Plön

Das TOUR-BO Projekt aus einer anderen Perspektive

Das TOUR-BO Projekt aus einer anderen Perspektive

Auf den ersten Blick ist alles ein wenig verwirrend. Viele Wörter fallen: Das Interreg 5a Programm, das TOUR-BO Projekt, viele Arbeitspakete mit ArbeitspaketleiterInnen von verschiedenen ProjektpartnerInnen und all die unterschiedlichen Funktionen, die jeder hat. Gefühltes Chaos. Erstmal eine MindMap erstellen, erstmal Anträge lesen und verstehen. Das große Fragezeichen hat mich in der ersten Phase begleitet, aber durch online Meetings wurde das Projekt von Woche zu Woche greifbarer und verständlicher. Und da hat sich direkt der erste Vorteil von online Meetings gezeigt: Man sieht stets und ständig die Namen zu der Person. Also als „Neuling“ eine sehr gute Möglichkeit, den Namen aus „Excel-Tabellen Gesichtern“ zuzuordnen. Mir fällt schnell positiv auf, den Stempel „die Praktikantin“ gibt es bei TOUR-BO nicht. Durch die Bank weg sind alle freundlich und offen und wo Unterstützung erforderlich ist, bekomme ich sie. Das Aufgabenfeld ist so vielseitig, wie die Arbeitsaktivitäten und Partner, die zusammenarbeiten. Das Schöne hierbei ist, dass nicht auf die zwischenmenschliche Ebene verzichtet wird. Dass die Partner beruflich erfolgreich agieren ist nach jahrelanger Kooperation kein Wunder, aber besonders schön war der Moment in einem Meeting als der Satz fiel: „Wenn ihr in der Gegend seid, kommt vorbei, wenn’s auch nur für Kaffee ist.“ Das zeigt mir, dass sich die Menschen in diesem Projekt nicht nur an den Output- Indikatoren und Zielvorgaben orientieren, sondern auch an dem gemeinsamen Weg und einer gelungenen Interaktion und Kooperation aller Beteiligten interessiert sind. Genauso sehe ich auch das Praktikum: Hier geht es nicht um ein Zertifikat oder eine Praktikumsbestätigung für den Praktikanten/ die Praktikantin. Es wurde auf meine Fähigkeiten und Erfahrungen eingegangen und Aufgaben erteilt, die nützlich für das Projekt sind und mir das Gefühl gegeben haben, trotz begrenzter dreimonatiger Anwesenheit, ein Teil dieses Projektes gewesen zu sein. Vielen Dank TOUR-BO!

Leonie Sudhop, WFA Kreis Plön